Pasto
Im Süden des Landes findet alljährlich in der ersten Januarwoche eines der größten
traditionellen Feste und Brauchtümer Kolumbiens statt. Der Carnaval de Negros y Blancos
zieht tausende Menschen, Groß und Klein, in seinen Bann. Es zelebriert die
Wurzeln der Kolumbianer und feiert die Herkunft der weißen und schwarzen
Bevölkerung. Ich komme nach einer Nachtfahrt am frühen Morgen in Pasto an und
bereits auf der Taxifahrt ins Hostel bekomme ich einen Vorgeschmack auf den
heutigen Tag: durch den geöffneten Fensterschlitz hält jemand eine Schaumpistole in das Auto
(quasi ein Feuerlöscher in klein) und sifft mich nebst Fahrer während der
wenigen Sekunden Wartezeit an der Ampel komplett zu. Den restlichen Weg bestehe
ich dann weitestgehend unbeschadet – das große Übel sollte mir noch
bevorstehen! :D
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| Carnaval parade |
Im
Hostel treffe ich Marie aus Dänemark; wir hatten bereits Silvester in Montañita zusammen gefeiert. Auf der
Straße kaufe ich mir schnell noch einen stylischen Poncho (Aufschrift: 100% Colombiano), den hier jeder trägt
und der als Spritzschutz dienen soll – weit gefehlt. Mit Schaumpistole
bewaffnet dauert es keine zwei Minuten und ich werde von vorbeilaufenden
Feiernden attackiert. Anfänglich wehre ich mich noch standhaft mit meiner Pistole,
aber spätestens als neben mir ein Halbwüchsiger auf mich zeigt und aufgeregt
herausschreit: „El Gringo, el Gringo!!!“ ist es vorbei. Ein dutzend
Jugendlicher postiert sich und ich werde unter lautem Gelächter mit Mehl
beworfen und eingeschäumt. Großartig! Danach bin ich eingeweiht, meine
Klamotten komplett versifft und das gröbste ist überstanden. Wie konnte ich
auch erwarten, dass ich hier jungfräulich und sauber durch die Straßen
marschiere? Naiv!
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| Eat that! |
Der
Tag verläuft ein bisschen wie Karneval in Köln. Die Straßenhändler machen mit
ihrem Bier- und Chorizoständen einen Reibach. Wir schauen uns die Parade an,
die mit Tänzern, Jongleuren, Musikern und großen Figuren aus Pappmaché beeindruckt. Abends gibt es
ein Konzert: kolumbianische Livemusik auf dem Hauptplatz und später ziehen die Feierwütigen weiter in die Clubs. Es gibt keinen Dresscode – jeder kommt total
zugemüllt hierhin!
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| Trying make-up for the first time. Fail! |
San Augustín
Nach
kurzem Schlaf fahren Marie und ich schon am nächsten Morgen in das idyllische
gelegene San Augustín. Die Fahrt durch die Täler ist spektakulär und die
Aussicht erinnert an die Abfahrt über die Death Road in La Paz. Nach weiteren Transfers in Mocoa
und Pitalitu kommen wir am Abend an
und buchen im Hostel einen Ausritt am nächsten Tag.
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| Angry.... bird! |
Am
Morgen hiken wir aber erst einmal durch den Parque
Arqueológico und bestaunen die teilweise bis ins Jahr 3.000 v.Chr.
zurückdatierenden Grabstätten und Felsskulpturen die teilweise erstaunlich gut erhalten sind. Zu Mittag mache
ich einen überraschenden Fund. Eine kleine deutsche Küche im Ort serviert
vegetarische Gerichte und so gibt es heute Kartoffelpuffer mit Apfelmus und Besitzer sowie Chefkoch
Roland lässt mich auch sein selbstgemachtes Pesto und das frischgebackene
Roggenbrot probieren. Nach dem ganzen Pappbrot in Südamerika feiert meine
Gaumen gerade Geburtstag, Weihnachten und deutschen Fußball-WM-Erfolg zusammen!
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| Cowboy Mike |
Am
frühen Nachmittag dann ein besonderer Moment für mich. Das letzte Mal saß ich
so etwa mit 8 oder 10 Jahren im Winterurlaub auf dem Rücken eines Pferdes.
Jetzt also ein 5-stündiger Ausritt durch die Berge und Täler – eine schöne Art
die Natur zu genießen und weitere archäologische Stätten zu besuchen. Der Gaul
ist brav, hört meistens auf mich und auch ein spontaner Galopp bringt mich
nicht aus der Fassung. Auf dem Weg treffen wir zwei kolumbianische Mädels und
ihre Mutter, die sich unserer Zweiergruppe anschließen und scheinbar vorgesorgt
haben. Bei jedem Stopp nötigt mich Mama von ihrem Aguadiente zu trinken – ein süßer kolumbianischer Likör, den man
hier aus Tetrapacks trinkt und der so ziemlich nach Lakritz bzw. Anis schmeckt.
Sorgt für eine Menge Heiterkeit!
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| ??? |
Am
Abend holen wir unsere Sachen im Hostel ab und entschließen uns direkt mit dem
Nachtbus in die 10 Stunden entfernte Zona
Cafetera, die Kaffeezone Kolumbiens, zu fahren.
Salento
In
dieser beschaulichen Kleinststadt verbringen wir den Nachmittag nach Ankunft
mit Herumschlendern durch die engen Gassen und ausgiebigem Faulenzen in der
Hängematte. Tags darauf fahren wir 4x4 Jeeps (die Mutigen stehend auf einem
Trittbrett hinter der mit Bänken ausgestatteten Ladefläche) ins nahe gelegene Cocora-Tal. Der ganztägige Hike bringt
uns durch schöne Landschaften und ist teilweise gut anstrengend, wenn es auf
ca. 3.000m hinauf geht. Die Gegend ist berühmt für die bis zu 60m hohen Quindio-Wachspalmen, die der Nationalbaum Kolumbiens sind.
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| Jurassic Park |
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| Marie bridging the gap |
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| Hummingbirds - Koolibris |
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| Taken hostage by the FARC |
Edward,
der englische Besitzer unseres Hostels hat vor einigen Jahren eine komplette
Kaffeeplantage gekauft und bietet 3-stündige Touren an. So besuchen wir am
Morgen Don Eduardos (von Edward) Kaffeefarm und bekommen zunächst eine
interessante einstündige Vorlesung. Jetzt bin ich Kaffeeexperte. Später sammeln
wir gemeinsam mit den Arbeitern reifen Kaffee und gehen durch den kompletten Entstehungsprozess,
von der Schälung, dem Wasserbad zur Entfernung der Zuckerschicht, dem Rösten in
einer Pfanne und anschließendem Mahlen und Aufbrühen. Leckerste Tasse Kaffee
ever? Ganz bestimmt! ;-)
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| Don Eduardo and servant |
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| Coffee - from the seed to the roasted bean |
Den
krönenden Abschluss des Tages bildet das medium-rare 550g Steak (3€), das ich
an diesem Abend zur Perfektion in heißem Öl zubereite.
Medellín
Die
knappe Woche in Medellín war für mich ganz besonderes, da ich hier
full-immersion kolumbianischen Lifestyle gelebt habe. Juan David hatte ich
Anfang Dezember in Cuzco in einem der Loki Hostel getroffen. Herzlich wie die meisten Lateinamerikaner
sind hat er mich auch direkt in seine Heimatstadt eingeladen, um dort bei ihm
zu wohnen. Knapp 6 Wochen später holt mich sein Vater abends mit seinem Taxi am
Busterminal ab und ich ziehe als „dritter Sohn“ in ihr kleines Apartment in
Envigado ein. Die Eltern bestehen darauf, dass ich in einem Doppelbett nächtige,
damit der nötige Komfort für den Gast gewährleistet ist, während sie bereits
Matratzen an anderer Stelle bezogen haben. Ich lehne das Angebot höflich ab und
biete meinerseits mit der Couch oder Matratze Vorlieb zu nehmen, merke aber
nach einigem Hin und Her, dass es hier keinen Verhandlungsspielraum gibt. Die
Familie lässt nicht mit sich diskutieren und diktiert mich bereits höflich zum
Abendessen. Es gibt Frijoles
(eigentlich Bohnen, aber hier mit Reis, gebackenen Bananen und saftiger
Rinderhufe serviert – gewöhnungsbedürftig, aber es wird gegessen was auf den
Tisch kommt). Das Essen bleibt auch die kommenden Tage interessant (Chicharrón, frittierte Schweinhaut samt
Fett etc.) und jeden Tag gibt es frischen Saft aus verschiedensten tropischen
Früchten (z.B. Guanabana, Lulo, Tomate de
Árbol).
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| Pablo Escobar's grave |
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| Young Pablo contemplating his realm |
Tagsüber
erkunde ich mit den Brüdern Juanda und Cristian (21 und 27 Jahre) die Gegend.
Envigado ist das Viertel in dem der einflussreichste Drogenbaron der Welt
aufgewachsen ist. Die Rede ist von Pablo Escobar, in den 80er Jahren der
reichste Mann der Welt, 1993 auf der Flucht von kolumbianischen Elitekräften
niedergestreckt. Die Menschen hier im Arbeiterviertel schauen teilweise noch
immer zu ihm auf. Escobar war ein großer Wohlstifter und hat sich durch das
Errichten von Spiel- und Sportplätzen, Schulen und Krankenhäusern (die heute
noch existieren) sowie Suppenküchen in die Herzen der ärmeren Bevölkerung
gekauft – man übersieht dabei leicht, dass er tausende Gegner (Polizei und
Politik) hat aus dem Weg räumen lassen und mit seinem Medellín-Kartell
zwischenzeitlich die gesamte Kokain-Produktion in die USA kontrolliert hat. Ein
Menschenleben war zu dieser Zeit 30$ Wert; Halbwüchsige Auftragsnehmer haben vor
gerade einmal 20 Jahren für diesen Betrag alten Zwist aus dem Weg geräumt…
Medellín ist seitdem zu einer modernen, florierenden Stadt geworden. Gemeinsam
mit Juan und seiner Mama schauen wir uns einen Nachmittag das unspektakuläre
Grab Escobars und das Pueblito Paisa, einen Nachbau einer Siedlung aus dem 19.
Jahrhundert, mit toller Sicht auf die Stadt an. Mama zwingt mich dann auch
einmal alle kolumbianischen Süßigkeiten, die oben auf dem Hügel angeboten
werden, zu probieren. Mein leiser Protest wird gar nicht erst zur Kenntnis
genommen und so stopfe ich mich voll, während Mama ununterbrochen in ihrem
hammerharten Akzent auf mich einredet, mich abwechselnd als Amerikaner und
Deutschen vorstellt und überhaupt alles im Griff hat. Klasse Frau!
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| Los Gordos ('The fat ones') from Medellín artist Botero |
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| A modern wood building |
Abends
treffen wir im Pitstop-Hostel ein paar Kiwis (Neuseeländer), mit denen ich
bereits in Máncora und
Montañita Wege gekreuzt habe.
Die restliche Nacht verblasst in einer Aguadiente-Wolke
(fieser Anislikör aus dem Tetra-Pak) im Party-Epizentrum El Poblado. Ein bis
zweimal nutze ich noch die Gelegenheit mit Juan David im Freien zu trainieren –
er ist mittlerweile wieder in Buenos Aires und bereitet dort nach einer
Verletzung gerade sein Comeback bei einem argentinischen Erstligaklub vor.
Ansonsten vergeht diese Woche eben ganz normal mit dem was man so als
Kolumbianer in seiner Heimatstadt macht. Ich bin wehmütig als ich nach einigen
Tagen in den Bus steige und freue mich irgendwann einmal wiederzukommen oder
Juanda in Deutschland zu empfangen.
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| My lovely host family. Que Dios les bendiga! |
Taganga / Tayrona
Fünfzehn
Stunden Nachtbus und anschließend meinen Homie Oliver in Taganga mit zwei
frischen Águila-Bieren zum Frühstück überrascht. Oley-boy, der bereits seit
zwei Wochen hier ist, hat sich um die Hostelbuchung für mich gekümmert und so
chillen wir zur Mittagszeit in der Hängematte auf der Dachterrasse und genießen
den Ausblick auf die Karibikküste in der Bucht Tagangas. Die 4-5 Tage hier
vergehen extrem entspannt. Mehr als Aufstehen, Essen, Lesen, Essen, Trinken, Feiern
bekomme ich hier kaum zustande. Da geht es allen anderen aber nicht besser.
Karibischer Lifestyle!
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| Taganga bay |
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| The Caribbean way of life |
Einen
Ausflug mache ich dann allerdings doch, in den Tayrona Nationalpark mit seinen
schönen Stränden und der Möglichkeit in der Hängematte am Strand zu übernachten.
Auch einen etwa 6-stündigen Hike legen Oliver und ich dort auf dem Rückweg nach
Taganga hin und überlegen uns, ob wir uns die Ciudad Perdida („Lost City“,
„Verlorene Stadt“) geben sollen. 5 Tage Trekking zu einer erst in den 70er
Jahren entdeckten Ruinenstadt im Dschungel. Nach geteilten Meinungen dazu (von
„sehr gut“ bis „Zeitverschwendung“) entscheiden wir uns für die Hängematte –
auch weil wir Mücken nicht mögen!
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| Parque Tayrona |
Cartagena
Gemeinsam
fahren wir nach Cartagena, Olivers letztem Stopp vor seinem Heimflug nach
Australien. Nun, die Altstadt im kolonialen Baustil ist schlicht umwerfend
charmant, vergleichbar etwa mit Colonia del Sacramanto, aber durch die Lage in der Karibik mit anderem
Flair und atmosphärischen Gassen. In der
Calle Medialuna tanzt man abends zu Reggae-, Samba- und anderen Latinbeats auf
der Straße.
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| Main square in old town |
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| Colorful Cartagena |
Turbo / Capurgana
Jetzt
wird es abenteuerlich. Nach dem Ausloten und Begutachten meiner Optionen nach
Panama City zu kommen bleiben am Ende deren drei:
- Flug,
ca. $350 – 90 Minuten
- Segelboot,
ca. $550 (nur Transport + Mahlzeiten, exkl. etwaiger Rumvorräte) – 5 Tage,
davon 2 auf offener See und 3 segelnd durch die San Blas Inseln
- 2
Busse, 4 Highspeed Lanchas, ein Cargoschiff, ein getrampter SUV – 10 Tage,
deren zwei von Cartagena ins Darien-Gap an die panamaische Grenze, 5 Tage mit
einem Kuna Yala (Ureinwohner) Cargo Schiff durch das San Blas Archipel, 3 Tage
auf der von drei Familien bewohnten Trauminsel Chichime – $447… all in!
Dass
ich letztere Option so nicht vorhergesehen habe braucht nicht erwähnt werden, aber dank der warmen
und warnenden Worte des Hostelbesitzers in Cartagena („Junge, mach das mal
nicht auf eigene Faust, da kannst du tagelang irgendwo festsitzen“) habe ich mich
letztlich dazu genötigt gefühlt ihn und mich eines Besseren zu belehren.
Zwischen
Kolumbien und Panama gibt es keine Landverbindung, die Panamericana ist hier
auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern unterbrochen, da das
undurchdringliche Darien-Gap gespickt ist mit Rebellen-Hochburgen der FARC, die
hier ihre Kokain-Produktionsstätten betreiben und Abenteuerlustige entführen
sowie einer beeindruckenden Ansammlung giftiger Spezies, die zwar nicht
entführen, aber dafür direkt töten (Spinnen, Schlangen, Puma etc.). Also gut,
dann werden wir dieses Gebiet mal umschiffen. Ich schnappe am frühen Morgen
zwei Busse zunächst nach Monteria und anschließend nach Turbo, eine dreckige
Kleinstadt an gleichnamiger Bucht. Am späten Abend komme ich dort an und um 6
Uhr kaufe ich mir ein Ticket für die 3,5-stündige Lancha-Fahrt (Speedboat) nach
Capurgana. Getrieben von zwei bissigen 200PS Yamaha-Motoren peitscht das mit 25
Personen besetzte Boot über das Wasser. Mein Gepäck ist in Plastiksäcken
verpackt – nach keinen 10 Minuten bin ich, korrigiere: sind alle, komplett
durchnässt. Die See ist zwischen Dezember und März unberechenbar hieß es im
Vorfeld. da scheine ich mit Ende Januar die beste Reisezeit für diesen Trip
gewählt zu haben. Die Wellen sind heute zwischen 3 und 5m hoch. Während wir mit
geschätzten 30-50km/h über die Bucht heizen knallt das Boot (vor allem im
Bug-Teil, in dem ich glücklicherweise Platz nehmen durfte) über jede dieser Wellen
und hüpft auf und ab und man wird unsanft von der Bank geschleudert und landet
wieder auf selbiger. Das macht die ersten 30 Minuten noch Spaß, danach bin ich
genervt und freue mich schon jetzt auf den brutalen Muskelkater im
Allerwertesten, der mich noch zwei Tage verfolgen soll…
Capurgana
ist ein verschlafenes Nest in einer kleinen Bucht am Rande des Darien Dschungels,
nur wenige Bootkilometer von Panama entfernt. Ich verbringe den Tag hier mit
Spaziergängen am Strand, dem Beobachten älterer Herren beim Dominospielen auf
der Straße und einem abendlichen Schwatz mit einem Amerikaner, der mit dem
Motorrad seit Colorado unterwegs ist und mir von einem Australier berichtet der
seit 14 Tagen an der Militärbasis Puerto Obaldia auf der anderen Seite der
Grenze festhängt. Cool, da muss ich hin! Und am nächsten Morgen schon breche
ich auf.
To
be continued…
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| Domino day |